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Eine Abschätzung der Auswirkungen und der Emissionspfade

Janina Onigkeit, Joseph Alcamo (Projektleiter), April 2000 Die Festlegung langfristiger Ziele für den Klimaschutz ist ein sehr komplexes Thema, das in der internationalen Klimapolitik bisher eher am Rande diskutiert wurde. Ein Grund dafür ist die Schwierigkeit, ein langfristiges Klimaschutzziel zu definieren, das die Forderungen von Artikel 2 der Klimarahmenkonvention erfüllt: Zum Einen soll die Nahrungsmittelversorgung und die Anpassung natürlicher Ökosysteme an den Klimawandel gewährleistet werden, und zum Anderen eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft ermöglicht werden. Die vorliegende Studie wurde vom Umweltbundesamt beim Wissenschaftlichen Zentrum für Umweltsystemforschung der Gesamthochschule Kassel in Auftrag gegeben. Sie befasst sich mit Auswirkungen von Treibhausgaskonzentrationen und der Entwicklung von Emissionspfaden. Das Ziel dieser Studie ist es, politischen Entscheidungsträgern Informationen zur Verfügung zu stellen, die hilfreich bei der Entwicklung von langfristigen Perspektiven für den globalen Klimaschutz sein können. Trotz der Unsicherheiten, mit denen die präsentierten Ergebnisse behaftet sind, und aufgrund des in der Klimarahmenkonvention vereinbarten Vorsorgeprinzips (precautionary principle) (UNFCCC 1992, Artikel 3) scheint es angemessen, in den Industrieländern möglichst schnell mit umfassenden Reduktionsmaßnahmen für Treibhausgasemissionen zu beginnen und vor allem sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern Anpassungsmaßnahmen für den zu erwartenden Klimawandel zu treffen.

 

 

 
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