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Die globalen Wasserressourcen sind schon lange ein Dauerbrenner bei den internationalen Umwelt- und Entwicklungsverhandlungen. Kontroversen um Wasser sind der Kern vieler Auseinandersetzungen zwischen Staaten ebenso wie innerhalb von Staaten. Und sie sind wie kaum ein anderes Thema an der Schnittstelle zwischen Umwelt und Entwicklung angesiedelt. Um so wichtiger war es, dass am 7. Februar 2001 in Hannover die Arbeitsgruppe Wasser im Forum gegründet wurde. Der schon seit Jahren aktive Gesprächskreis "Umweltverbände und Wasserwirtschaft" des DNR und eine Reihe von interessierten entwicklungspolitischen NRO hatten sich zusammengefunden und Kooperationsmöglichkeiten diskutiert.
Erstes Aktionsfeld war die Bonner Süßwasserkonferenz 2001. Die deutsche Fassung des dazu erarbeiteten Positionspapiers erschien in aktualisierter Neuauflage 2003 zum Internationalen UN-Jahr des Süßwassers und bildet bis heute die Grundlage für das Selbstverständnis der AG Wasser. Das UN-Jahr der sanitären Grundversorgung gab uns 2008 Anlass für ein weiteres Positionspapier und mehrere Veranstaltungen.
Zusammensetzung und Themen der AG Wasser
In der AG Wasser arbeiten neben Umwelt- und Entwicklungsgruppen auch Stiftungen und Vertreter der Gewerkschaft ver.di mit. Gemeinsames Anliegen ist es, Nachhaltigkeitskriterien auch künftig in der europäischen Wasserwirtschaft verankern zu können und zu verhindern, dass diese im Strudel von Privatisierung und Marktmacht-Konzentration untergehen.
Die AG Wasser widmet sich weiter dem Menschenrecht Wasser. Einige Mitglieder der AG begleiten die Arbeit der Sustainable Sanitation Alliance (SuSanA) und der GTZ-Initiative ecosan zur ökologisch verträglichen Sanitärversorgung. Ein weiterer Schwerpunkt Klimawandel und Wasser – umfasst u.a. die Anpassung der Nutzungen, der insbesondere auch die Frage des unter dem CDM (Clean Development Mechanism) durchgeführten CO2 Handels. Die kritische Begleitung großer Infrastrukturprojekte, insbesondere von Staudämmen bleibt auch unter dem Klimaaspekt ein Anliegen der AG Wasser.
Seit 2002 wendet sich die AG Wasser gemeinsam mit Vertretern der Wasserwirtschaft und globalisierungskritischen Gruppen (Netzwerk UNSER Wasser, attac, ...) in jährlichen Pressekonferenzen zum Tag des Wassers gegen die Privatisierung und Liberalisierung der Wasserwirtschaft. Die Aktion „Schutzdeich gegen die Wasserprivatisierung“ (siehe: Mehr zum Thema) vereinte die Kritik an der Privatisierung kommunaler Wasserwerke in Deutschland mit der kritischen Betrachtung von Wassermarkt-Liberalisierungsbestrebungen auf EU-Ebene und dem Eintreten für ein Menschenrecht auf Wasser im internationalen Bereich.
Wasserkampagne: Aktion Schutzdeich
Kommunale Wasserversorgung als Aufgabe der Daseinsvorsorge bedroht
Alternative zur Privatisierung und "Liberalisierung" des "Wassermarktes"