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25.11.2000

Klimaschutz besteht nicht nur aus Konferenzen

Rubrik: Klima & Energie

Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt & Entwicklung, erklärt:

Bonn, 25.11.2000: Es ist eine große Enttäuschung, dass die Klimakonferenz in Den Haag ergebnislos vertagt worden ist. Während die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher zu spüren sind, haben die Regierungen vor dieser gewaltigen Herausforderung versagt. Die bescheidenen Reduktionsverpflichtungen des Kyoto-Protokolls sind ohnehin nur ein kleiner Schritt, viel umfassendere Emissionsreduzierungen müssen noch folgen. Je mehr Zeit wir jetzt verlieren, desto schwieriger wird es später.

In Den Haag haben die vier herausragenden Bremserstaaten USA, Kanada, Australien und Japan einstweilen verhindert, dass die Details des Kyoto-Protokolls geklärt werden konnten. Es konnte vom Rest der Welt nicht hingenommen werden, dass diese Länder mit immer neuen Rechentricks ihre in Kyoto eingegangenen Verpflichtungen soweit entwerten wollen, dass sie praktisch nichts mehr tun müssen. Der Europäischen Union gebührt Anerkennung dafür, dass sie bis zum Schluss für ein ökologisch integres Protokoll eingetreten ist.

Die EU wird aber nur dann ihrer Verantwortung gerecht, wenn sie unabhängig von einem Verhandlungsergebnis an der in Kyoto zugesagten Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen um 8% festhält und dies in die Tat umsetzt. Glaubwürdige Taten setzen die Bremserstaaten mehr unter Druck als noch so viele Worte. Auch sie können dem Problemdruck letztlich nicht entkommen und werden früher oder später auf eine konstruktive Mitarbeit einschwenken müssen - einige vielleicht schon bei der Fortsetzung der Verhandlungen im Mai in Bonn.

Rückfragen im Forum Umwelt & Entwicklung: 0228-359704


 
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